Settlement Management mit SAP CCM – Teil 2: Ein Tag im Leben eines Konditionskontrakts      

Chatgpt Bild 29. Okt. 2026, 14 31 36 3

Der Kontrakt ist angelegt – und jetzt? 

Der Konditionskontrakt steht. Vertragspartner, Gültigkeitszeitraum, Kondition, Umsatzbasis und Abrechnungstermin sind hinterlegt. 

Für viele im Einkauf fühlt sich das nach einem Abschluss an. 

Tatsächlich beginnt hier erst die eigentlich wichtige Arbeit. 

Jeder Beleg zählt 

Während im Einkauf oder Vertrieb längst die nächsten Verhandlungen laufen, entstehen im Tagesgeschäft kontinuierlich neue Belege. 

Welche Belege typischerweise einfließen: 

  • Bestellungen und Bestelländerungen
  • Wareneingänge und Lieferungen
  • Eingangs- und Ausgangsrechnungen
  • Retouren und Gutschriften aus vorgelagerten Prozessen

Anstatt diese Vorgänge manuell zusammenzutragen, ordnet SAP CCM sie automatisch dem passenden Konditionskontrakt zu. Anhand der hinterlegten Umsatzselektionskriterien – etwa Warengruppe, Lieferant oder Organisationseinheit – erkennt das System, welche Geschäftsvorfälle tatsächlich für die jeweiligen Kontrakte bonusrelevant sind. 

So wächst mit jedem Umsatzbeleg automatisch die Datengrundlage für die spätere Abrechnung. 

Transparenz, lange bevor abgerechnet wird 

SAP CCM berechnet fortlaufend, welcher Bonusbetrag sich aus den bisher erfassten Belegen ergibt, und bildet daraus automatisch Rückstellungen im Finanzwesen. 

Dadurch entsteht ein realistisches Bild der finanziellen Lage – nicht erst am Jahresende, sondern kontinuierlich, tagesaktuell und nachvollziehbar. 

Wenn dann die Rückfrage vom Lieferanten kommt – „Wie kommt eigentlich dieser Betrag zustande?“ –, lässt sich die Antwort direkt im System nachvollziehen, statt sie mühsam aus mehreren Excel-Tabellen zusammenzusuchen. 

Der Abrechnungstermin kommt – und das System übernimmt 

Irgendwann ist der vereinbarte Zeitpunkt erreicht: monatlich, quartalsweise oder zum Jahresende, je nach Absprache mit dem Vertragspartner. 

SAP CCM erstellt daraufhin automatisch den relevanten Abrechnungsbeleg – eine Rechnung, eine Gutschrift oder eine Gutschriftsanforderung. Das Gute: Die zuvor gebildeten Rückstellungen werden vollautomatisch aufgelöst. 

Was das im Alltag konkret bedeutet 

  • Kein manuelles Zusammentragen von Umsatzdaten für die Bonusabrechnung
  • Rückstellungen entstehen automatisch und zum richtigen Zeitpunkt – belegaktuell.
  • Rückfragen von Lieferanten oder Kunden lassen sich direkt im System nachvollziehen.
  • Abrechnungsbelege bleiben lückenlos dokumentiert – auch Monate später.

Ausblick 

Im dritten und letzten Teil dieser Reihe schauen wir uns an, wie sich das alles im echten Tagesgeschäft anfühlt – wer im Unternehmen eigentlich mit dem Konditionskontrakt arbeitet und welche kleinen Gewohnheiten den Unterschied machen. 

Dies ist Teil 2 unserer Reihe „Settlement Management mit SAP CCM“.