Geschäftspartnersichten

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Einleitung

Der Geschäftspartner ist das zentrale Stammdatenobjekt in SAP S/4HANA und dient der Verwaltung aller natürlichen Personen, Organisationen und Gruppen, mit denen ein Unternehmen in Geschäftsbeziehungen steht.

Ein wesentlicher Vorteil des Business-Partner-Konzepts liegt in der Zusammenführung bisher getrennter Kunden- und Lieferantenstammdaten. In der Vergangenheit führte diese Trennung häufig zu doppelter Datenpflege, Inkonsistenzen und erhöhtem Verwaltungsaufwand. Mit SAP S/4HANA werden diese Herausforderungen durch eine zentrale Datenbasis adressiert.

Die Vorteile des Geschäftspartner-Konzepts sind unter anderem:

  • Zentrale Pflege aller Geschäftspartnerdaten
  • Konsistente Stammdaten über sämtliche Prozesse hinweg
  • Vermeidung redundanter Datenhaltung
  • Einheitliche Sicht über Module, Gesellschaften und Länder hinweg
  • Verbesserte Datenqualität und Transparenz

Bei der Anlage eines Geschäftspartners wird zunächst festgelegt, ob es sich um eine Person, eine Organisation oder eine Gruppe handelt. Diese Klassifizierung bildet die Grundlage für die weitere Stammdatenpflege und kann nachträglich nicht beliebig geändert werden.

Die eigentliche Funktion eines Geschäftspartners wird anschließend über sogenannte Geschäftspartnerrollen definiert. Erst durch diese Rollen wird festgelegt, in welchem geschäftlichen Kontext der Partner verwendet werden kann. Ein Geschäftspartner kann dabei mehrere Rollen gleichzeitig besitzen, beispielsweise als Kunde und Lieferant.

Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang die Steuerung der Pflichtfelder. In SAP S/4HANA werden Pflichtangaben nicht mehr allgemein für jeden Geschäftspartner festgelegt, sondern rollenabhängig definiert. Während beispielsweise die Adressdaten grundsätzlich erforderlich sind, entstehen weitere Pflichtfelder erst durch die jeweilige Rolle:

  • FLCU00 (FI-Kunde): beispielsweise Abstimmkonto
  • FLCU01 (Vertriebskunde): Verkaufsorganisation
  • FLVN00 (FI-Lieferant): buchhalterische Pflichtangaben
  • FLVN01 (Einkaufslieferant): Einkaufsorganisation

Die Steuerung dieser Anforderungen erfolgt über Geschäftspartnerrollen, Geschäftspartnergruppen sowie das entsprechende Customizing, insbesondere im Bereich Customer Vendor Integration (CVI) und der Business-Partner-Steuerung.

Zusammenfassend bildet der SAP Business Partner die zentrale Grundlage für integrierte Geschäftsprozesse in SAP S/4HANA. Durch die Trennung von Stammdatenobjekt und Funktion schafft SAP ein flexibles und zukunftssicheres Modell für die Verwaltung von Kunden, Lieferanten und weiteren Geschäftspartnern.

Die Rollen und seine Sichten

Jede Rolle aktiviert bestimmte Sichten beziehungsweise Datenbereiche des Geschäftspartners. In diesen Sichten werden die für den jeweiligen Geschäftsprozess erforderlichen Informationen gepflegt. Dadurch werden nur die Daten erfasst, die im jeweiligen fachlichen Kontext tatsächlich benötigt werden.

Im Folgenden werden die fünf wichtigsten Geschäftspartnerrollen mit ihren jeweiligen Sichten sowie den wichtigsten zugehörigen Feldern kurz vorgestellt.

000000 Geschäftspartner allgemein

Diese Rolle ist die Basisrolle und steht jedem Geschäftspartner zur Verfügung. Die nachfolgende Beschreibung bezieht sich auf den Geschäftspartnertyp „Organisation“.

In dieser Rolle werden die zentralen Stammdaten gepflegt, die unabhängig von einer späteren Verwendung als Kunde, Lieferant oder Ansprechpartner für alle Rollen und Geschäftsprozesse zur Verfügung stehen.

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Reiter Anschrift

Im Reiter Anschrift werden die allgemeinen Adress- und Kontaktdaten des Geschäftspartners gepflegt. Diese Informationen stehen anschließend allen Rollen und Prozessen zur Verfügung.

Block Name

  • Name: Bezeichnung des Geschäftspartners (z. B. Firmenname bei Organisationen).

Block Suchbegriff

  • Suchbegriff ½: Zusätzlicher Suchname zur schnelleren Identifikation des Geschäftspartners.

Block Standardadresse

  • Straße / Hausnummer: Erfassung der vollständigen Straßenanschrift des Geschäftspartners einschließlich Hausnummer und eventueller Zusätze.
  • Postleitzahl / Ort: Angabe des geografischen Standorts des Geschäftspartners zur eindeutigen Adresszuordnung.
  • Land: Definiert das Land und steuert länderspezifische Prüfungen, beispielsweise für Adress- oder Bankdaten.
  • Region: Regionale Untergliederung des Landes, z. B. Bundesland, Kanton oder Provinz.
  • Transportzone: Logistische Zuordnung des Geschäftspartners zu einer bestimmten Lieferregion. Sie wird unter anderem zur Ermittlung von Routen und Versandwegen verwendet.

Block Postfachadresse

  • Postfach: Erfassung einer Postfachadresse als Alternative zur Straßenanschrift. Neben der Postfachnummer können eine separate Postleitzahl, ein eigener Ort, eine Region und ein Land für das Postfach hinterlegt werden. Dies ist insbesondere relevant, wenn für die Postfachzustellung abweichende Adressdaten gelten.
  • Postleitzahl: separate Postleitzahl für die Zustellung an ein Postfach. Sie wird verwendet, wenn das Postfach eine andere Postleitzahl als die Straßenanschrift besitzt oder zur eindeutigen Zuordnung von Postfächern erforderlich ist.

Block Kommunikation

  • Sprach: der Sprachenschlüssel legt fest, in welcher Sprache Texte im System angezeigt, erfasst und für Druckausgaben ausgegeben werden.
  • Telefon: Telefonnummer ohne Ländervorwahl erfassen. Besteht die Nummer aus Hauptnummer und Durchwahl, wird die Durchwahl im Feld „Nebenstelle“ gepflegt. Die Gesamtlänge von Telefonnummer und Nebenstelle darf maximal 24 Zeichen betragen. Die Ländervorwahl wird automatisch vom System ermittelt und muss nicht eingegeben werden. Bei mehreren hinterlegten Telefonnummern ist die erste Nummer als Standardnummer gekennzeichnet.
  • Mobiltelefon: Mobiltelefonnummer ohne Ländervorwahl erfassen. Die Nummer darf maximal 24 Zeichen lang sein und wird so eingegeben, wie sie innerhalb desselben Landes gewählt wird. Bei mehreren hinterlegten Mobiltelefonnummern ist die erste Nummer als Standardnummer gekennzeichnet. Das System ermittelt die Ländervorwahl automatisch und prüft die Eingabe auf ein gültiges Format.
  • Fax: Faxnummer ohne Ländervorwahl erfassen. Besteht die Nummer aus einer Hauptnummer und einer Durchwahl, ist die Durchwahl im Feld „Nebenstelle“ anzugeben. Die Gesamtlänge von Faxnummer und Nebenstelle darf maximal 24 Zeichen betragen. Bei mehreren hinterlegten Faxnummern ist die erste Nummer als Standardnummer gekennzeichnet. Die Ländervorwahl wird vom System automatisch ermittelt und muss nicht eingegeben werden.
  • E-Mail: Internet-Mail-Adresse zum weltweiten Versand und Empfang von E-Mails im Format z. B. name@firma.de; keine IP-Adresse.
  • art: Legt fest, über welches Kommunikationsmittel (z. B. E-Mail, Fax oder Brief) Dokumente und Nachrichten bevorzugt mit einem Geschäftspartner ausgetauscht werden. Die Standard-Kommunikationsart kann zur automatischen Auswahl des Versandwegs verwendet werden. Je nach Anwendungsfall können zusätzlich Kommunikationsstrategien definiert werden, die geeignete Kommunikationsmittel festlegen.

Reiter Adressübersicht

Der Reiter Adressübersicht bietet einen Überblick über alle beim Geschäftspartner gepflegten Adressen einschließlich ihrer Gültigkeit und Verwendungsart.

Reiter Identifikation

Im Bereich „Identifikation“ des SAP-Geschäftspartners werden eindeutige Identifikationsmerkmale einer Person oder Organisation gepflegt, wie z. B. Steuer- oder Umsatzsteuer-ID, Handelsregisternummer oder andere behördliche Kennzeichen. Diese Daten dienen der eindeutigen Zuordnung des Geschäftspartners sowie der Erfüllung gesetzlicher und steuerlicher Anforderungen.

Block Organisationsdaten

  • Rechtsform: Hier wird die Rechtsform eines Geschäftspartners vom Typ Organisation gepflegt, z. B. GmbH oder AG. Die Angabe dient ausschließlich Informationszwecken und beschreibt die rechtliche Struktur des Unternehmens. Die möglichen Rechtsformen werden im SAP-Customizing definiert.
  • Rechtsträger: Hier wird der juristisch verantwortliche Rechtsträger eines Geschäftspartners vom Typ Organisation Dies ist insbesondere bei rechtlich unselbständigen Unternehmen relevant. Die Angabe dient ausschließlich Informationszwecken, und die möglichen Rechtsträger werden im SAP-Customizing definiert. Beispiele sind die Deutsche Bundesbank oder Gemeindeverbände.
  • Lokationsnummer 1-3: Hier wird die 13-stellige Internationale Lokationsnummer eines Geschäftspartners gepflegt. Teil 1 enthält die ersten 7 Ziffern (Basisnummer), Teil 2 die Ziffern 8 bis 12 und Teil 3 die automatisch ermittelte Prüfziffer. Die ILN dient der eindeutigen Identifizierung von Unternehmen und Standorten im Geschäftsverkehr.

Block Identifikationsnummern

  • ID-Art: Die Identifikationsart beschreibt die Art eines Dokuments oder Registers, das zur Identifikation eines Geschäftspartners verwendet wird, z. B. Personalausweis, Führerschein oder Handelsregister. Sie dient der Klassifizierung von Identifikationsnummern und kann im SAP-Customizing definiert sowie bestimmten Geschäftspartnertypen zugeordnet werden. Pro Identifikationstyp kann genau eine Identifikationsart hinterlegt werden.
  • Identifikationsnummer: Eindeutige Nummer zur Identifikation eines Geschäftspartners, z. B. Personalausweis-, Führerschein- oder Handelsregisternummer.

Block Steuernummern

  • Typ: Der Steuernummerntyp klassifiziert die Art einer Steuernummer und unterscheidet zwischen verschiedenen steuerlichen Identifikationsmerkmalen, z. B. Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, Unternehmenssteuernummer oder Sozialversicherungsnummer. Er dient der eindeutigen Zuordnung und Verwaltung von Steuernummern beim Geschäftspartner.
  • Steuernummer: Hier wird die von der Steuerbehörde vergebene Steuernummer des Geschäftspartners gepflegt. Sie dient der steuerlichen Identifikation von natürlichen oder juristischen Personen. Je nach Land können einem Geschäftspartner eine oder mehrere Steuernummern zugeordnet sein.

Reiter Steuerung

Der Reiter Steuerung enthält administrative und steuerungsrelevante Informationen zur Verwaltung des Geschäftspartners, beispielsweise zur Kategorisierung, Berechtigungssteuerung und Identifikation.

Block Steuerparameter

  • Geschäftspartnerart: Sie dient der Gruppierung und Kategorisierung von Geschäftspartnern. Abhängig von der gewählten Geschäftspartnerart können über das SAP-Customizing bestimmte Felder für die Datenerfassung ein- oder ausgeblendet werden, um die Pflege der Geschäftspartnerdaten an die jeweiligen Anforderungen anzupassen.
  • Berechtigungsgruppe: Sie steuert, welche Benutzer einen Geschäftspartner anzeigen oder bearbeiten dürfen. Die Zugriffssteuerung erfolgt über das Berechtigungsobjekt B_BUPA_GRP. Ist keine Berechtigungsgruppe gepflegt, kann jeder berechtigte Benutzer den Geschäftspartner bearbeiten.

Reiter Zahlungsverkehr

Der Reiter Zahlungsverkehr enthält bank- und zahlungsrelevante Informationen des Geschäftspartners, wie Bankverbindungen, Zahlungsverkehrsdaten und weitere Angaben zur Abwicklung von Ein- und Auszahlungen. Diese Daten werden für die sichere und effiziente Durchführung des Zahlungsverkehrs genutzt.

Block Bankverbindungen

  • ID: Die Bankverbindungs-ID ist ein eindeutiger Schlüssel zur Identifikation einer Bankverbindung innerhalb eines Geschäftspartners. Sie ermöglicht die Unterscheidung und Verwaltung mehrerer Bankverbindungen, die einem Geschäftspartner zugeordnet sind.
  • Bankschlüssel: Er identifiziert ein Kreditinstitut innerhalb eines Landes und dient der Zuordnung der Bankdaten. Je nach Land kann hierfür beispielsweise die Bankleitzahl, die Kontonummer, ein intern vergebener Schlüssel oder ein internationaler Identifikator wie der SWIFT-Code verwendet werden.
  • IBAN: Die International Bank Account Number ist eine international standardisierte Kontonummer zur eindeutigen Identifikation einer Bankverbindung im nationalen und grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr. Sie besteht aus dem Ländercode, einer Prüfziffer sowie den landesspezifischen Bank- und Kontoinformationen und erleichtert die sichere Abwicklung von Zahlungen.

Block Zahlungskarten

  • ID: Die Zahlungskarten-ID ist ein eindeutiger Schlüssel zur Identifikation einer Zahlungskartenverbindung eines Geschäftspartners. Sie ermöglicht die Verwaltung und Unterscheidung mehrerer Zahlungskarten, die einem Geschäftspartner zugeordnet sind.
  • Art: Die Zahlungskartenart bezeichnet die Art der beim Geschäftspartner hinterlegten Zahlungskarte, z. B. VISA, American Express oder Mastercard. Sie dient der Klassifizierung von Zahlungskarten und wird im SAP-Customizing definiert. Zudem können Prüfungsvorschriften zur Validierung der Kartendaten hinterlegt werden.
  • Kartennummer: Die Kartennummer ist die auf der Zahlungskarte aufgedruckte bzw. geprägte Nummer. In Kombination mit der Zahlungskartenart identifiziert sie die Zahlungskarte des Geschäftspartners eindeutig.

Reiter Status

Der Reiter Status enthält Informationen zum aktuellen Status und Lebenszyklus eines Geschäftspartners, beispielsweise Sperr-, Lösch- oder Archivierungskennzeichen. Über diese Angaben wird gesteuert, ob und in welchem Umfang der Geschäftspartner in Geschäftsprozessen verwendet werden kann.

Block Archiviervormerkung

  • Archievierungsvormerkung: Die zentrale Archiviervormerkung kennzeichnet einen Geschäftspartner für die Archivierung. Die tatsächliche Archivierung erfolgt jedoch nur, wenn keine aktiven Geschäftsvorgänge oder andere archivierungsrelevante Hindernisse bestehen. Ohne gesetzte Archiviervormerkung wird der Geschäftspartner beim Archivierungslauf nicht berücksichtigt.

Block Sperren

  • Zentrale Sperre: Zentrale Sperre des Geschäftspartners: Ist ein Geschäftspartner zentral gesperrt, können verschiedene Aktivitäten und Prozesse für diesen Geschäftspartner nicht mehr durchgeführt werden.

Zusätzliche Reiter in den Grunddaten:

Es existieren die Reiter „Zusätzliche Texte“ und „Technische Identifikation“. In diesen Reitern werden derzeit keine Felder gepflegt.

FLCU01 Kunde (Vertriebsbereichsdaten)

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In der Grunddatensicht werden zusätzliche Reiter aktiviert, um für den Kunden relevante Informationen übersichtlich erfassen und pflegen zu können. Gleichzeitig werden die Reiter „Zusätzliche Texte“ und „Technische Identifikation“ ausgeblendet, da diese nicht genutzt werden. Neu hinzu kommen die Reiter „Juristische Daten“, „Debitor: Allgemeine Daten“, „Debitor: Steuerdaten“, „Debitor: Zusatzdaten“, „Debitor: Abladestellen“, „Debitor: Texte“, „Debitor: Status“ sowie „Transportdaten“. Dabei ist zu beachten, dass nicht in allen Reitern Felder gepflegt werden müssen, beziehungsweise eine Pflege erforderlich ist.

Reiter Juristische Daten

Block Zielgruppe

  • Zielgruppe: Mit dem Feld „Zielgruppe“ wird einem Geschäftspartner eine bestimmte Kategorie zugeordnet. Dadurch können Geschäftspartner nach kundenspezifischen Kriterien klassifiziert und beispielsweise für Marketing-, Analyse- oder Auswertungszwecke in Gruppen eingeteilt werden.

Block Juristischer Sitz

  • Land: Gibt das Land an, in dem eine als Organisation geführte Geschäftspartnerin bzw. ein Geschäftspartner seinen juristischen Sitz hat.
  • Region: Gibt die Region des juristischen Sitzes eines als Organisation geführten Geschäftspartners an. Als Region können beispielsweise Bundesländer, Bundesstaaten, Provinzen oder Landkreise/Grafschaften verwendet werden.
  • Sitz: Gibt den Ort an, an dem eine als Organisation geführte Geschäftspartnerin bzw. ein Geschäftspartner im Handelsregister eingetragen ist. Der juristische Sitz bestimmt außerdem den zuständigen Gerichtsstand.

Block Bilanzdaten

  • Jahr: Gibt das Jahr an, in dem das Eigenkapital der Organisation zuletzt erhöht wurde. Diese Information dient der Dokumentation der Unternehmensentwicklung und Kapitalstruktur.

Reiter Debitor: allgemeine Daten

Im Reiter „Debitor: Allgemeine Daten“ werden grundlegende Informationen zum Debitor angezeigt. Dazu gehören unter anderem die dem Geschäftspartner zugeordnete Debitorennummer, eine gegebenenfalls vorhandene Kreditorennummer sowie die ursprüngliche Kontengruppe, mit der der Debitor angelegt wurde. Diese Informationen dienen der Identifikation und Zuordnung des Geschäftspartners im System.

Block Debitorennummer

  • Debitorennummer: Gibt einen eindeutigen alphanumerischen Schlüssel an, mit dem ein Debitor bzw. Kunde im SAP-System identifiziert wird. Die Debitorennummer dient der eindeutigen Zuordnung aller kundenbezogenen Stamm- und Bewegungsdaten.

Block Debitorenzuordnung

  • Kontengruppe: Die Kontengruppe dient der Klassifizierung von Debitorenstammsätzen. Sie legt fest, in welchem Nummernkreis die Debitorennummer vergeben wird, ob die Nummer manuell oder automatisch durch das System erzeugt wird sowie welche Angaben bei der Anlage und Pflege des Debitors erforderlich beziehungsweise zulässig sind.

Block Allgemeine Daten

  • Lieferant: Die Kontonummer des Lieferanten bzw. Kreditors: gibt einen eindeutigen alphanumerischen Schlüssel an, mit dem ein Lieferant bzw. Kreditor im SAP-System identifiziert wird.
  • Konzern: Der Konzernschlüssel: dient zur Kennzeichnung der Zugehörigkeit eines Kunden oder Lieferanten zu einem Konzern und ermöglicht über entsprechende Auswertungen die Analyse konzernbezogener Daten.

Block Zusätzliche Allgemeine Daten

  • Bahnhof: Gibt den Bahnhof an, an dem der Kunde üblicherweise reguläre Lieferungen erhält. Dieser kann von dem für Expresslieferungen verwendeten Bahnhof abweichen.
  • Location Code: Geben die geografischen Koordinaten des Ortes an, an dem sich der Firmensitz des Kunden befindet.
  • Werk: Gibt den eindeutigen Schlüssel eines Werks an, über den ein Standort oder eine organisatorische Einheit im SAP-System identifiziert wird.

Reiter Debitor: Steuerdaten

Block Steuerdaten

  • Steuerart: Dient der steuerlichen Klassifizierung eines Unternehmens und legt fest, wie dieses aus steuerlicher Sicht behandelt wird.
  • Ausgleichssteuer: Kennzeichnet Geschäftspartner, die der Ausgleichssteuer unterliegen (Verwendung in Spanien)und kann beim Bebuchen des Kreditorenkontos eine entsprechende Warnung auslösen.
  • Umsatzsteuerpfl: Legt fest, ob ein Unternehmen der Umsatzsteuerpflicht unterliegt und somit steuerpflichtige Umsätze ausführt.

Im Block „Steuerrechnung Brasilien“ werden in der Regel keine Daten gepflegt, da dieser für die üblichen Geschäftsprozesse nicht relevant ist.

Debitor: Status

Block Zentrale Vertriebssperre

  • Kundenauftragssperre: Legt fest, ob die Auftragsbearbeitung für einen Kunden über alle Vertriebsbereiche hinweg gesperrt ist; bei aktiver Sperre können für diesen Kunden keine Kundenaufträge verarbeitet werden.
  • Liefersperre: Legt fest, ob die Lieferbearbeitung für einen Kunden über alle Vertriebsbereiche hinweg gesperrt ist; bei aktiver Sperre können für diesen Kunden keine Lieferungen bearbeitet oder ausgeliefert werden.
  • Fakturasperre: Legt fest, ob die Bearbeitung und Fakturierung von Rechnungs- und Gutschriftbelegen für einen Kunden über alle Vertriebsbereiche hinweg gesperrt ist; bei aktiver Sperre können keine entsprechenden Fakturabelege erstellt oder weiterverarbeitet werden.
  • Sperre Vertriebsunterstützung: Legt fest, ob die Kontaktaufnahme mit einem Kunden zentral gesperrt ist; bei aktiver Sperre dürfen für diesen Debitor keine vertriebsrelevanten Kontakte oder Kommunikationsaktivitäten durchgeführt werden.

Block Löschsperren

  • Zentrale Löschsperre: Legt fest, dass die allgemeinen Daten des Stammsatzes nicht gelöscht werden dürfen und schützt diesen somit vor einer versehentlichen oder unberechtigten Löschung.
  • Löschvormerk.: Kennzeichnet einen Stammsatz zur Löschung; die tatsächliche Löschung erfolgt im Rahmen der Archivierung und nur, wenn keine abhängigen Daten mehr vorhanden sind.

Zusätzliche Reiter in den Grunddaten:

Auf die anderen Reiter (Debitor: Zusatzdaten, Debitor: Abladestellen, Debitor: Texte, Transportdaten)bei en Grunddaten gegen wir nicht näher drauf ein.

Kommen wir nun zu den spezifischen Vertriebsbereichsdaten. Diese enthalten alle kundenbezogenen Informationen, die für die Abwicklung von Vertriebsprozessen innerhalb eines bestimmten Vertriebsbereichs benötigt werden.

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Block Vertriebsbereich

  • Verkaufsorg: Die Verkaufsorganisation ist die organisatorische Einheit, die für den Vertrieb von Produkten oder Dienstleistungen verantwortlich ist. Zusammen mit Vertriebsweg und Sparte bildet sie den Vertriebsbereich, in dem die vertriebsrelevanten Daten eines Kunden gepflegt werden
  • Vertriebsweg: Er beschreibt den Vertriebskanal, über den Produkte oder Dienstleistungen zum Kunden gelangen, beispielsweise Großhandel, Einzelhandel oder Direktvertrieb. Zusammen mit der Verkaufsorganisation und der Sparte bildet er den Vertriebsbereich.
  • Sparte: Sie dient der Gruppierung von Materialien, Produkten und Dienstleistungen nach fachlichen oder organisatorischen Gesichtspunkten. Zusammen mit der Verkaufsorganisation und dem Vertriebsweg bildet sie den Vertriebsbereich und unterstützt die Strukturierung von Vertriebsprozessen.

Reiter Aufträge

Block Auftrag

  • Verkaufsbezirk: Der Verkaufsbezirk ist ein geografisches Verkaufsgebiet, dem Kunden zugeordnet werden können. Er wird für die Preisfindung sowie zur Auswertung von Verkaufsstatistiken verwendet. Das System übernimmt den Verkaufsbezirk standardmäßig aus dem Debitorenstammsatz des Auftraggebers, der Wert kann jedoch im Beleg auf Kopf- oder Positionsebene manuell angepasst werden.
  • Kundengruppe: Die Kundengruppe fasst Kunden für Preisfindungs- und Statistikzwecke nach bestimmten Merkmalen zusammen (z. B. Großhandel oder Einzelhandel). Sie kann im Kundenstammsatz des Auftraggebers hinterlegt oder im Verkaufsbeleg manuell gepflegt werden. Das System schlägt die Kundengruppe automatisch aus dem Debitorenstammsatz vor, der Wert kann jedoch bei Bedarf angepasst werden. Zudem kann die Kundengruppe für die Preisfindung und als Selektionskriterium in Vertriebsstatistiken genutzt werden.
  • Verkaufsbüro: Das Verkaufsbüro ist eine organisatorische Einheit, beispielsweise eine Niederlassung, die für den Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen in einem bestimmten geografischen Gebiet verantwortlich ist. Es kann für die Erstellung von Vertriebsstatistiken als Selektionskriterium genutzt werden und seine Adresse kann auf Auftragsbestätigungen ausgegeben werden. Kunden können im Kundenstammsatz einem Verkaufsbüro zugeordnet werden. Innerhalb eines Verkaufsbüros können zudem Verkäufergruppen mit spezifischen Vertriebsaufgaben gebildet werden.
  • Verkäufergruppe: Die Verkäufergruppe ist eine Gruppe von Vertriebsmitarbeitern, die für bestimmte Produkte, Dienstleistungen oder Kundensegmente zuständig ist. Sie dient dazu, Verantwortlichkeiten innerhalb eines Verkaufsbüros zu strukturieren und kann als Selektionskriterium für Vertriebsstatistiken verwendet werden. Verkäufer werden über ihren Benutzerstammsatz einer Verkäufergruppe zugeordnet, während die Zuordnung von Kunden über den Debitorenstammsatz erfolgt.
  • Wahrscheinlichlkeit: Die Auftragswahrscheinlichkeit der Position gibt in Prozent an, mit welcher Wahrscheinlichkeit eine Angebots- oder Anfrageposition in einen tatsächlichen Kundenauftrag umgewandelt wird. Der Wert wird vom System anhand der Wahrscheinlichkeiten aus der Verkaufsbelegart und dem Debitorenstammsatz des Auftraggebers berechnet, kann jedoch manuell angepasst werden. Die Auftragswahrscheinlichkeit beeinflusst zudem die Bedarfsplanung, da nur der entsprechend gewichtete Anteil der angebotenen Menge als Bedarf berücksichtigt wird.

Block Preisfindung / Statistik

  • Preisgruppe: Die Kundenpreisgruppe fasst Kunden mit gleichen Anforderungen an die Preisfindung zusammen. Sie ermöglicht die Anwendung einheitlicher Konditionen, wie beispielsweise Rabatte oder Abschläge, für bestimmte Kundengruppen. Die Zuordnung erfolgt im Kundenstammsatz oder direkt im Verkaufsbeleg. Das System schlägt die Kundenpreisgruppe automatisch aus dem Kundenstammsatz vor, der Wert kann jedoch auf Kopf- und Positionsebene manuell angepasst werden.
  • Kundenschema: Kundenklassifikation für die Kalkulationsschemaermittlung steuert, welches Kalkulationsschema das System bei der Erstellung eines Verkaufsbelegs automatisch verwendet. Das Kalkulationsschema legt die Art und Reihenfolge der Konditionen für die Preisfindung fest, beispielsweise zur Ermittlung von Preisen, Rabatten oder Zuschlägen. Dadurch können unterschiedliche Preisfindungslogiken für verschiedene Kundengruppen angewendet werden.
  • Preisliste: Der Preislistentyp kennzeichnet eine bestimmte Preisliste oder Konditionsart und wird für die Preisfindung sowie für statistische Auswertungen verwendet. Unternehmen können Preislistentypen nach Kriterien wie Preislistenart (z. B. Großhandel oder Einzelhandel), Währung oder Preislistennummer definieren. Der Wert wird im Kundenstammsatz hinterlegt und vom System bei der Verkaufsabwicklung automatisch vorgeschlagen, kann jedoch im Verkaufsbelegkopf manuell geändert werden.
  • Statistikgruppe Kund: Die Statistikgruppe Kunde legt fest, welche Kundendaten für statistische Auswertungen im Logistik-Informationssystem (LIS) berücksichtigt und fortgeschrieben werden. Gemeinsam mit den Statistikgruppen für Positionstyp, Verkaufsbelegart und Material ermittelt sie die Fortschreibungsgruppe, die bestimmt, welche Daten und Kennzahlen in den Vertriebsstatistiken ausgewertet werden. Dadurch ermöglicht sie eine gezielte und strukturierte Analyse von Vertriebsdaten.

Reiter Versand

Versand

  • Lieferpriorität: Sie bestimmt die Dringlichkeit, mit der eine Auftragsposition beliefert werden soll. Sie kann für ein Material oder für eine bestimmte Kunden-Material-Kombination definiert werden und dient unter anderem als Selektionskriterium bei der Lieferbearbeitung. Das System schlägt die Lieferpriorität automatisch aus dem Kundenstammsatz oder dem Kunden-Material-Infosatz vor, wobei der Kunden-Material-Infosatz Vorrang hat. Der vorgeschlagene Wert kann auf Positionsebene manuell angepasst werden.
  • Auto Zusammenführung: Das Kennzeichen Auftragszusammenführung legt fest, ob mehrere Aufträge während der Lieferbearbeitung zu einer gemeinsamen Lieferung zusammengefasst werden dürfen. Der Wert wird vom System automatisch aus dem Kundenstammsatz vorgeschlagen, kann jedoch im Verkaufsbeleg sowohl auf Kopf- als auch auf Positionsebene manuell geändert werden. Dadurch lassen sich Lieferprozesse effizienter gestalten und Versandaufwände reduzieren.
  • Auslieferungswerk: Das Auslieferungswerk bezeichnet das Werk, aus dem die Ware an den Kunden geliefert wird. Das System übernimmt dieses Werk automatisch als Vorschlagswert in die Auftragsposition, entweder aus dem Kundenstammsatz des Warenempfängers oder aus dem Materialstammsatz. Ist kein Vorschlagswert vorhanden, muss das Auslieferungswerk manuell eingetragen werden. Der vorgeschlagene Wert kann in der Auftragsposition bei Bedarf angepasst werden
  • Versandbedingung: Die Versandbedingungen beschreiben die allgemeine Versandstrategie für die Lieferung von Waren an den Kunden. Sie beeinflussen maßgeblich die Ermittlung der Versandstelle und der Transportroute. Der Wert wird in der Regel aus dem Kundenstammsatz oder aus der Zuordnung zur Verkaufsbelegart übernommen und automatisch in den Auftrag vorgeschlagen. Versandbedingungen können beispielsweise für Standard- oder Expresslieferungen genutzt werden und unterstützen eine kunden- und prozessgerechte Versandabwicklung.

Block Teillieferungen

  • Komplettlieferungen: Vollieferung pro Auftrag vorgeschrieben legt fest, ob ein Kundenauftrag vollständig in einer einzigen Lieferung ausgeliefert werden muss oder ob Teillieferungen zulässig sind. Ist die Vollieferung vorgeschrieben, erfolgt die Auslieferung erst, wenn die gesamte Auftragsmenge verfügbar ist. Andernfalls kann der Auftrag in mehreren Lieferungen erfüllt werden, sobald Teilmengen lieferbar sind.
  • Teillieferungen: Die maximale Anzahl erlaubter Teillieferungen pro Position legt fest, in wie viele Lieferungen eine Auftragsposition höchstens aufgeteilt werden darf. Dabei zählt bereits die erste Lieferung als Teillieferung. Der Wert wird normalerweise aus dem Debitorenstammsatz übernommen und kann in der Auftragsposition manuell angepasst werden. Eine Eingabe ist jedoch nur möglich, wenn für die Position grundsätzlich Teillieferungen zulässig sind. Dadurch lässt sich steuern, wie flexibel die Auslieferung von bestellten Mengen erfolgen darf.

Reiter Faktura

Block Faktura

  • Rechnungsbearbeitung: Die manuelle Rechnungsnachbearbeitung legt fest, ob Rechnungen nach ihrer Erstellung zur manuellen Prüfung oder Nachbearbeitung ausgedruckt werden sollen. Das System übernimmt den Wert standardmäßig aus dem Kundenstammsatz, dieser kann jedoch im Verkaufsbeleg bei Bedarf manuell geändert werden. Dadurch können Rechnungen vor der endgültigen Weiterverarbeitung gezielt kontrolliert werden.

Block Liefer- und Zahlungsbedingungen

  • Incoterms: Incoterms Teil 1 bezeichnet international anerkannte Handelsklauseln der Internationalen Handelskammer (ICC), die die Rechte und Pflichten von Verkäufer und Käufer beim Warenversand regeln. Sie legen fest, wer Kosten, Risiken und Verantwortlichkeiten während des Transports trägt. Der erste Teil enthält die eigentliche Incoterms-Klausel (z. B. FOB), während ergänzende Angaben wie der Liefer- oder Verschiffungsort im zweiten Incoterms-Feld hinterlegt werden können (z. B. FOB Hamburg).
  • Incoterm-Ort 1 (ID und Ort): Die ID für Incoterm-Ort 1 bezeichnet den zentralen Ort einer Incoterms-Vereinbarung, bis zu dem der Verkäufer den Transport organisiert und die entsprechenden Kosten trägt. Je nach Incoterm definiert dieser Ort den Liefer-, Verlade- oder Bestimmungsort. An diesem Punkt gehen je nach Klausel Verantwortlichkeiten für Transportplanung, Kosten und Risiken vom Verkäufer auf den Käufer über. Das Feld ergänzt die Incoterms-Klausel um konkrete Ortsangaben, beispielsweise „FOB Hamburg“, wobei Hamburg den Verladehafen darstellt. Dadurch werden die Lieferbedingungen eindeutig festgelegt.
  • Zahlungsbedingungen: Der Zahlungsbedingungsschlüssel definiert die Zahlungsbedingungen eines Geschäftsvorgangs, wie Zahlungsfristen und mögliche Skontoregelungen. Er wird in Aufträgen, Bestellungen und Rechnungen verwendet und liefert wichtige Informationen für Finanzdisposition, Mahnwesen und Zahlungsverkehr. Das System übernimmt den Schlüssel in der Regel aus dem Stammsatz des Geschäftspartners, er kann jedoch bei der Belegerfassung manuell angepasst werden. Dadurch werden die vereinbarten Zahlungsmodalitäten für den jeweiligen Kunden oder Geschäftsvorfall eindeutig festgelegt.

Block Buchhaltung

  • Kunde: Die Kontierungsgruppe für Kunden steuert die automatische Zuordnung von Erlöskonten bei der Buchung von Verkaufsbelegen. Sie dient als wichtiges Kriterium für die Kontenfindung in der Finanzbuchhaltung. Die Kontierungsgruppe wird vom System standardmäßig aus dem Debitorenstammsatz des Regulierers übernommen, kann jedoch sowohl im Verkaufsbeleg als auch in der Faktura manuell geändert werden. Dadurch wird sichergestellt, dass Umsätze auf die korrekten Erlöskonten gebucht werden.

Block Ausgangsteuer

  • AbgLand: Das Abgangsland bzw. die Abgangsregion gibt an, aus welchem Land oder welcher Region die Ware versendet wird. Diese Information wird vom System genutzt, um die korrekten Steuern, während der Preisfindung zu ermitteln sowie länder- oder regionsspezifische Vorgaben, wie beispielsweise Postleitzahlen- oder Kontonummernformate, zu berücksichtigen. Dadurch wird eine korrekte steuerliche und logistische Abwicklung von Lieferungen sichergestellt.
  • Steuerkonditionsart: Die Steuerkonditionsart bestimmt, wie das System bei der Preisfindung Steuern, wie beispielsweise Umsatzsteuer oder Mehrwertsteuer, automatisch ermittelt und berechnet. Die Steuerfindung erfolgt anhand des Standorts des Auslieferungswerks, des Warenempfängers sowie der im Kunden- und Materialstamm hinterlegten Steuerklassifikationen. Dadurch wird sichergestellt, dass die jeweils gültigen länder- oder regionsspezifischen Steuervorschriften korrekt angewendet werden.
  • Steuerklassifikation: Die Steuerklassifikation für Kunden kennzeichnet die steuerliche Behandlung eines Kunden gemäß den geltenden steuerrechtlichen Vorgaben seines Landes. Sie dient als Grundlage für die automatische Steuerermittlung bei der Preisfindung. Das System übernimmt die Steuerklassifikation in der Regel aus dem Debitorenstammsatz des Regulierers, Warenempfängers oder Auftraggebers. Gemeinsam mit der Steuerklassifikation des Materials sowie den Ländern des Kunden und des Auslieferungswerks bestimmt sie, welche Steuern, beispielsweise Umsatz- oder Mehrwertsteuer, berechnet werden.

Reiter Partnerrollen

Block Partnerrollen

  • PR: Die Partnerrolle ist eine Kurzbezeichnung, die die Funktion eines Geschäftspartners innerhalb eines Verkaufsprozesses eindeutig kennzeichnet. Sie definiert, welche Aufgabe ein Partner im Beleg übernimmt, beispielsweise als Auftraggeber, Warenempfänger, Regulierer oder Rechnungsempfänger. Die Partnerrolle wird meist durch eine Abkürzung dargestellt, z. B. WE für den Warenempfänger, und dient der eindeutigen Zuordnung von Verantwortlichkeiten und Prozessen im Vertrieb.
  • Nummer: Die Nummer eines Geschäftspartners (Ansprechpartner) ist eine eindeutige Kennung für einen Ansprechpartner eines Debitors. Im Debitorenstammsatz können zu Ansprechpartnern verschiedene Informationen wie Besuchszeiten, Einkaufsberechtigungen oder persönliche Angaben hinterlegt werden. Existieren mehrere Ansprechpartner für einen Kunden, kann während der Auftragsbearbeitung der passende Ansprechpartner ausgewählt werden. Die Nummer wird vom System automatisch vergeben und wird über die zugehörige Partnerrolle zur eindeutigen Zuordnung im Verkaufsprozess verwendet.
  • Def: Der Defaultpartner kennzeichnet einen bevorzugten Geschäftspartner als Standardvorschlag für eine bestimmte Partnerrolle. Sind für eine Partnerrolle mehrere Partner hinterlegt, beispielsweise mehrere Warenempfänger, wird der Defaultpartner bei der Vertriebs- oder Einkaufsabwicklung automatisch als erste Auswahl vorgeschlagen. Dies erleichtert die Bearbeitung und beschleunigt die Auswahl des am häufigsten verwendeten Partners.

Reiter Zusatzdaten

Block Kundengruppe

  • Kundegruppe 1-10: Das Feld Kundengruppe ist eine frei definierbare, kundenspezifische Klassifizierung von Kunden. Unternehmen können bis zu 10 verschiedene Kundengruppen verwenden, um Kunden nach individuellen Kriterien zu segmentieren. Die Zuordnung erfolgt im Kundenstammsatz und wird in den Kopfdaten von Kundenaufträgen angezeigt. Dadurch können Kunden für Auswertungen, Berichte oder unternehmensspezifische Prozesse gezielt gruppiert und ausgewertet werden.

Reiter Status

Block Vertriebssperre

  • Auftragssperre:
    • Die zentrale Auftragssperre für Debitor verhindert die Bearbeitung von Kundenaufträgen für einen Kunden über alle Vertriebsbereiche hinweg. Die Sperre gilt für die Partnerrollen Auftraggeber, Warenempfänger und Regulierer. Ist einer dieser Partner gesperrt, können keine neuen Aufträge bearbeitet werden. Die zentrale Sperre wird beispielsweise eingesetzt, wenn vor der weiteren Auftragsabwicklung eine manuelle Prüfung erforderlich ist, etwa aufgrund von Kredit-, Compliance- oder rechtlichen Themen. Dadurch wird sichergestellt, dass keine neuen Geschäftsvorgänge ohne vorherige Freigabe durchgeführt werden.
    • Die Auftragssperre für Debitor (Vertriebsbereich) verhindert die weitere Bearbeitung neuer Kundenaufträge für einen Kunden innerhalb eines bestimmten Vertriebsbereichs. Bereits begonnene Aufträge können zwar fortgeführt werden, neue Aufträge können jedoch nicht mehr angelegt oder bearbeitet werden. Die Sperre wird über ein vordefiniertes Sperrkennzeichen im Kundenstammsatz gesteuert und kann beispielsweise bei Kreditlimitüberschreitungen oder rechtlichen Problemen eingesetzt werden. Dadurch wird sichergestellt, dass die Auftragsabwicklung für den betroffenen Kunden kontrolliert eingeschränkt wird.
  • Liefersperre:
    • Die zentrale Liefersperre für Debitor verhindert die Bearbeitung von Lieferungen für einen Kunden über alle Vertriebsbereiche hinweg. Sie dient dazu, die Auslieferung von Waren unternehmensweit zu blockieren, beispielsweise bei Kreditlimitüberschreitungen, offenen Forderungen oder anderen geschäftlichen Risiken. Durch die zentrale Sperre können keine weiteren Lieferungen an den Kunden durchgeführt werden, bis die Sperre aufgehoben wird.
    • Die Liefersperre für Debitor (Vertriebsebene) verhindert die weitere Bearbeitung neuer Lieferungen für einen Kunden innerhalb eines bestimmten Vertriebsbereichs. Bereits begonnene Lieferprozesse können fortgesetzt werden, neue Lieferungen können jedoch nicht mehr angelegt oder bearbeitet werden. Die Sperre wird über ein vordefiniertes Sperrkennzeichen im Kundenstammsatz gesetzt und kann beispielsweise bei Kredit- oder rechtlichen Problemen eingesetzt werden, um die Auslieferung von Waren vorübergehend zu stoppen.
  • Fakturasperre:
    • Die zentrale Fakturasperre für Debitor verhindert die Bearbeitung von Fakturabelegen wie Rechnungen oder Gutschriften für einen Kunden in allen Vertriebsbereichen. Sie wird eingesetzt, wenn vor der Fakturierung eine manuelle Prüfung oder Genehmigung erforderlich ist, beispielsweise bei offenen Klärungen, Gutschriften oder internen Kontrollprozessen.
    • Die Fakturasperre für Debitor (Vertriebsebene) verhindert die weitere Fakturierung eines Kunden innerhalb eines bestimmten Vertriebsbereichs. Bereits begonnene Fakturierungsvorgänge können abgeschlossen werden, neue oder weitere Bearbeitungen sind jedoch nicht möglich. Die Sperre wird beispielsweise eingesetzt, wenn rechtliche, finanzielle oder organisatorische Klärungen erforderlich sind.
    • Sperre Vertriebsunterstützung: Die Kontaktsperre für Debitor kann sowohl zentral als auch vertriebsbereichsspezifisch eingerichtet werden. Sie verhindert die geschäftliche Kontaktaufnahme mit einem Kunden für alle oder ausgewählte Vertriebsbereiche. Eine solche Sperre wird beispielsweise bei rechtlichen Vorgaben, Datenschutzanforderungen oder internen Compliance-Regelungen verwendet, um eine weitere Kommunikation vorübergehend zu unterbinden und unerlaubte oder unerwünschte Kontakte zu vermeiden.

Block Löschsperren:

  • Löschvorm.Vertrieb: Die Löschvormerkung für Debitor (Vertriebsebene) kennzeichnet einen Kundenstammsatz zur Löschung innerhalb eines bestimmten Vertriebsbereichs. Vor der tatsächlichen Löschung prüft das System, ob noch abhängige oder relevante Daten vorhanden sind, die den Löschvorgang verhindern. Die Löschvormerkung dient dazu, nicht mehr benötigte Kundendaten kontrolliert und regelkonform aus dem System zu entfernen.

Weitere Reiter

Die weiteren Reiter (Debitor: Texte, Belege, Zusatzdaten und Transportdaten) werden im Folgenden nicht näher betrachtet.

FLCU00 Kunde (Finanzbuchhaltung

Die Grunddaten entsprechen denen des Debitors. Zusätzlich stehen hier die Daten der Finanzbuchhaltung auf Buchungskreisebene zur Verfügung.

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Block Buchungskreis

  • Buchungskreis: Er ist eine organisatorische Einheit im Finanzwesen, die einen rechtlich selbstständigen Rechnungslegungskreis eindeutig identifiziert. Er bildet die Grundlage für die Finanzbuchhaltung und ermöglicht die getrennte Erfassung und Auswertung von Geschäftsvorfällen. Alle buchhalterischen Daten eines Kunden werden einem bestimmten Buchungskreis zugeordnet.
  • Debitor: Die Debitorennummer ist ein eindeutiger alphanumerischer Schlüssel, mit dem ein Kunde bzw. Debitor im SAP-System identifiziert wird. Sie ermöglicht die eindeutige Zuordnung von Stammdaten, Geschäftsvorfällen und Buchungen und dient als zentrale Referenz in Vertriebs- und Finanzprozessen.
  • Lieferant: Die Kontonummer des Lieferanten bzw. Kreditors ist ein eindeutiger alphanumerischer Schlüssel, mit dem ein Lieferant oder Kreditor im SAP-System identifiziert wird. Sie dient der eindeutigen Zuordnung von Stammdaten, Bestellungen, Rechnungen und Buchungen und bildet die zentrale Referenz für alle Prozesse im Einkauf und in der Finanzbuchhaltung.

Reiter Debitor: Kontoführung

Block Kontoführung

  • Abstimmkonto: Das Abstimmkonto in der Hauptbuchhaltung ist das Hauptbuchkonto, auf das die Buchungen eines Debitors oder Kreditors automatisch übertragen werden. Bei Standardvorgängen wie Rechnungen und Zahlungen erfolgt die Buchung parallel auf das Abstimmkonto. Bei speziellen Geschäftsvorfällen, wie Anzahlungen oder Wechseln, wird stattdessen ein anderes Konto verwendet. Die Auswahl des entsprechenden Kontos erfolgt über das jeweilige Sonderhauptbuch-Kennzeichen.
  • SortierSchlüssel: Der Schlüssel für die Sortierung nach Zuordnungsnummern legt fest, wie das Feld „Zuordnung“ in Belegpositionen automatisch gefüllt wird. Dadurch können Einzelposten nach definierten Kriterien sortiert und leichter ausgewertet werden. Die zugrunde liegende Sortierregel wird im Stammsatz hinterlegt und bestimmt, welche Informationen aus dem Belegkopf oder der jeweiligen Belegposition in das Zuordnungsfeld übernommen werden. Dies ermöglicht eine kontenspezifische und einheitliche Sortierung von Buchungsbelegen.

Block Verzinsung

  • Zinskennzeichen: Das Zinskennzeichen legt fest, ob ein Geschäftspartner an der automatischen Verzinsung von offenen Posten teilnimmt. Es steuert die zinsrelevante Behandlung von Forderungen oder Verbindlichkeiten und dient als Grundlage für die automatische Berechnung und Verbuchung von Zinsen im Rahmen des Mahn- und Zahlungsverkehrs.
  • Zinsrhythmus: Der Zinsrhythmus in Monaten legt fest, in welchen zeitlichen Abständen die automatische Verzinsung durchgeführt wird.

Block Referenzdaten

  • Alte Kontonummer: Die alte Stammsatznummer dient zur Dokumentation einer früheren Debitoren- oder Kreditorennummer. Sie wird häufig bei der Einführung oder Migration eines SAP-Systems verwendet, wenn Geschäftspartner neu nummeriert werden. Dadurch bleibt die ursprüngliche Nummer als Referenz erhalten und erleichtert die Nachverfolgung sowie den Abgleich mit Altsystemen.

Sonstige Blöcke: In den Blöcken Weitere Referenzdaten, Vorschlagswerte für Steuerbericht und Zusätzliche Kontoverwaltungsdaten werden in der Regel keine Einträge gepflegt.

Debitor: Zahlungsverkehr

Block Zahlungsdaten

  • Zahlungsbedingungen: Der Zahlungsbedingungsschlüssel definiert die Zahlungsbedingungen eines Geschäftspartners, wie Zahlungsfristen und Skontoregelungen. Er wird in Aufträgen, Bestellungen und Rechnungen verwendet und in der Regel automatisch aus dem Stammsatz übernommen, kann jedoch bei Bedarf manuell angepasst werden.
  • Toleranzgruppe: Sie fasst Debitoren, Kreditoren oder Sachkonten mit gleichen Regeln für Zahlungsdifferenzen und Skontobuchungen zusammen. Sie legt fest, welche Abweichungen bei Zahlungen zulässig sind und wie diese vom System behandelt werden. Die Einstellungen werden bei der Verarbeitung von Zahlungsvorgängen automatisch berücksichtigt.
  • Zahlverhalten:Das Kennzeichen „Zahlungsverhalten aufzeichnen“ legt fest, ob das Zahlungsverhalten eines Debitors erfasst und ausgewertet wird. Dabei werden monatlich die Anzahl und Höhe der Zahlungen sowie die durchschnittlichen Verzugstage dokumentiert, getrennt nach Skonto- und Nettozahlungen. Die aufgezeichneten Daten können für Analysen und die Beurteilung des Zahlungsverhaltens eines Kunden genutzt werden.

Block Automatischer Zahlungsverkehr

  • Zahlwege: Die Liste der Zahlwege legt fest, welche Zahlungsarten im automatischen Zahlungsverkehr für einen Geschäftspartner verwendet werden dürfen, wenn im offenen Posten kein Zahlweg angegeben ist. Ist im Beleg bereits ein Zahlweg hinterlegt, hat dieser Vorrang vor den Stammdaten. Dadurch wird gesteuert, welche Zahlungsverfahren standardmäßig für den Geschäftspartner zulässig sind.
  • Hausbank: Der Kurzschlüssel für eine Hausbank identifiziert die Hausbank eines Unternehmens. Über diesen Schlüssel werden alle zugehörigen Bankdaten automatisch ermittelt und im Zahlungsverkehr verwendet.
  • Zahlungssperre: Der Sperrschlüssel für Zahlung dient dazu, offene Posten oder Konten für den Zahlungsverkehr zu sperren. Dadurch können bestimmte Forderungen oder Verbindlichkeiten von der automatischen Zahlungsabwicklung ausgeschlossen werden. Die Sperre kann im Stammsatz oder direkt im Beleg hinterlegt werden und wird beispielsweise für Anzahlungen, Prüfungen oder besondere Freigabeprozesse verwendet.

Block Zusätzliche Buchungskreisdaten: Hier werden im Normalfall keine Felder gepflegt

Block Zahlungsavise

  • Selektionsregel: Die Selektionsregel bei Zahlungsavisen legt fest, anhand welcher Informationen aus einer Avisposition die zugehörigen offenen Posten automatisch identifiziert werden. Dabei wird nach einer definierten Priorität geprüft, welche Referenzdaten (z. B. Fakturanummer, Kundenbestellnummer oder Belegnummer) für den Abgleich verwendet werden. Dies ermöglicht eine automatische und eindeutige Zuordnung von Zahlungseingängen zu offenen Forderungen.

Reiter Debitor: Korrespondenz

Block Mahndaten

  • Mahnverfahren: Es legt fest, nach welchen Regeln und Fristen offene Forderungen gegenüber einem Geschäftspartner angemahnt werden. Es steuert den Ablauf und die Durchführung des automatischen Mahnprozesses.
  • Mahnsperre: Die kennzeichnet, dass ein Geschäftspartner oder ein offener Posten vorübergehend vom Mahnverfahren ausgeschlossen ist. Über den hinterlegten Schlüssel wird der Grund für die Mahnsperre dokumentiert und verhindert, dass automatisch Mahnungen erstellt werden.
  • Mahnstufe: Sie gibt an, wie oft ein offener Posten oder ein Geschäftspartner bereits gemahnt wurde. Sie wird vom Mahnprogramm automatisch gesetzt und bei jedem Mahnlauf entsprechend erhöht. Die Mahnstufe dient zur Steuerung des Mahnprozesses und zeigt den aktuellen Stand der Mahnbearbeitung an.

Block Korrespondenz

  • Buchh.: Das Kürzel des Buchhaltungssachbearbeiters dient zur Identifikation des zuständigen Mitarbeiters in der Buchhaltung. Der hinterlegte Sachbearbeiter wird für Korrespondenzen, das Zahlungsprogramm sowie Auswertungen wie Offene-Posten-Listen verwendet.

Block Zahlungsmitteilungen

  • Debitor(mit AP): Das Kennzeichen „Zahlungsmitteilung an Kunden (mit ausgeglichenen Posten)“ legt fest, dass bei Buchungen auf das Debitorenkonto eine Zahlungsmitteilung an den Kunden erstellt wird. Diese enthält zusätzlich Informationen zu bereits ausgeglichenen (bezahlten) Posten und sorgt für mehr Transparenz über die erfolgten Zahlungszuordnungen.
  • Debitor(ohne AP): Das Kennzeichen „Zahlungsmitteilung an Kunden (ohne ausgeglichene Posten)“ legt fest, dass bei Buchungen auf das Debitorenkonto eine Zahlungsmitteilung an den Kunden erstellt wird. Dabei werden nur die relevanten Buchungen angezeigt, bereits ausgeglichene bzw. bezahlte Posten werden nicht mit aufgeführt. Dies ermöglicht eine übersichtliche Darstellung der noch offenen oder aktuellen Vorgänge.
  • Vertrieb: Das Kennzeichen „Zahlungsmitteilung an Vertrieb“ legt fest, dass bei einer Buchung auf das Debitorenkonto automatisch eine Zahlungsmitteilung an den Vertrieb erstellt wird. Dadurch wird der Vertrieb über relevante Zahlungsvorgänge des Kunden informiert und kann diese Informationen in der Kundenbetreuung und Auftragsabwicklung berücksichtigen.
  • Buchhaltung: Das Kennzeichen „Zahlungsmitteilung an die Buchhaltung“ legt fest, dass bei einer Buchung auf das Debitorenkonto automatisch eine Zahlungsmitteilung für die Buchhaltung erstellt wird. Dadurch wird die Buchhaltung über relevante Zahlungsvorgänge informiert und bei der Nachverfolgung sowie Abstimmung von Zahlungen unterstützt.
  • Rechtsabteilung: Das Kennzeichen „Zahlungsmitteilung an Rechtsabteilung“ legt fest, dass bei einer Buchung auf das Debitorenkonto automatisch eine Zahlungsmitteilung an die Rechtsabteilung erstellt wird. Dadurch wird die Rechtsabteilung über relevante Zahlungsvorgänge informiert, beispielsweise im Zusammenhang mit Mahnverfahren, Inkasso oder rechtlichen Forderungen.

Reiter Debitor: Versicherung

Block Warenkreditversicherung

  • Vertragsnummer: Die Versicherungsnummer ist die Nummer des Warenkreditversicherungsvertrags eines Kunden. Sie dient hauptsächlich Auswertungs- und Reportingzwecken, wird aktuell jedoch im System nicht aktiv genutzt.

Reiter Debitor: Status

Block Buchungssperre

  • Alle Buchungskreis: Die zentrale Buchungssperre verhindert Buchungen auf ein Konto über alle Buchungskreise hinweg. Ist die Sperre aktiv, werden alle Buchungsversuche vom System mit einer Fehlermeldung abgewiesen. Sie wird beispielsweise eingesetzt, wenn ein Konto vorübergehend nicht mehr für Buchungen verwendet werden darf.
  • Ausgewählter Buchungskreis: Die Buchungssperre für Buchungskreis verhindert Buchungen auf ein Konto innerhalb eines bestimmten Buchungskreises. Ist die Sperre aktiv, weist das System alle Buchungsversuche auf dieses Konto in dem betreffenden Buchungskreis mit einer Fehlermeldung zurück. Dadurch kann die Nutzung eines Kontos gezielt auf einzelne Buchungskreise beschränkt werden.

Block Löschsperren

  • Löschvormerk.: Die Löschvormerkung für Stammsatz (Buchungskreisebene) kennzeichnet die buchungskreisspezifischen Daten eines Debitoren- oder Kreditorenstammsatzes zur Löschung. Die tatsächliche Löschung erfolgt erst im Rahmen der Archivierung und nur, wenn keine abhängigen Daten mehr vorhanden sind. Dadurch wird eine kontrollierte und revisionssichere Entfernung von Stammdaten sichergestellt.
  • Löschsperre: Die Löschsperre für Stammsatz (Buchungskreisebene) verhindert die Löschung der buchungskreisspezifischen Daten eines Debitoren- oder Kreditorenstammsatzes. Ist die Sperre gesetzt, können weder die zugehörigen Buchungskreisdaten noch die allgemeinen Stammdaten gelöscht werden. Dadurch wird sichergestellt, dass wichtige Stammdaten vor einer versehentlichen oder unzulässigen Löschung geschützt sind.

Sonstige Reiter

In den Reitern Debitor: Quelle und Debitor: Texte werden in der Regel keine Daten gepflegt

FLVN01 Lieferant (Einkaufsdaten)

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In der Grunddatensicht werden zusätzliche Reiter eingeblendet, die speziell für Lieferanten relevant sind. Auf Felder und Reiter, die bereits im Abschnitt zum Debitor beschrieben wurden, wird daher nicht erneut eingegangen

Reiter Kreditor: allgemeine Daten

Block Lieferantennummer

  • Kreditorennummer: Die Kontonummer des Lieferanten bzw. Kreditors ist ein eindeutiger alphanumerischer Schlüssel, mit dem ein Lieferant oder Kreditor im SAP-System identifiziert wird. Sie dient als zentrale Referenz für Stammdaten, Einkaufsprozesse, Rechnungen und Buchungen und ermöglicht die eindeutige Zuordnung aller Geschäftsvorfälle zum jeweiligen Lieferanten.

Block Lieferantenzuordnung

  • Kontengruppe: Die Kontengruppe Kreditor dient der Klassifizierung von Lieferantenstammsätzen. Sie legt fest, aus welchem Nummernkreis die Kreditorennummer vergeben wird, ob die Nummer manuell oder automatisch erzeugt wird und welche Felder im Kreditorenstammsatz erforderlich oder verfügbar sind. Dadurch steuert sie die Anlage und Struktur von Lieferantenstammdaten.

Block Allgemeine Daten

  • Debitor: Die Debitorennummer ist ein eindeutiger alphanumerischer Schlüssel zur Identifikation eines Kunden im SAP-System. Sie dient als zentrale Referenz für Stammdaten, Geschäftsvorfälle und Buchungen.
  • Berechtigungsgruppe: Die Berechtigungsgruppe dient der zusätzlichen Absicherung von Objekten durch Berechtigungen. Sie ist frei definierbar und wird in Berechtigungsobjekten meist mit einer Aktivität kombiniert, um den Zugriff auf bestimmte Daten oder Funktionen gezielt zu steuern.
  • Konzernschlüssel: Er dient zur Kennzeichnung von Kunden oder Lieferanten, die zu einem Konzern gehören. Er kann frei vergeben werden und ermöglicht die gruppierte Auswertung und Analyse von Geschäftspartnern innerhalb eines Konzerns. Dadurch können konzernbezogene Berichte und Auswertungen erstellt werden.

Block Zusätzliche allgemeine Daten

  • LTS relevant: Das Kennzeichen „Lieferantenteilsortiment relevant“ gibt an, dass für einen Lieferanten auf Ebene des Teilsortiments zusätzliche Daten gepflegt werden können. Dadurch lassen sich lieferantenspezifische Informationen für einzelne Teilsortimente separat verwalten und auswerten.
  • Werkrelevant: Das Kennzeichen „Werksebene relevant“ gibt an, dass im Lieferantenstamm zusätzliche Daten auf Werksebene gepflegt werden können. Dadurch lassen sich lieferantenspezifische Informationen für einzelne Werke separat hinterlegen und verwalten.
  • Werk: Das Werk ist ein eindeutiger Schlüssel zur Identifikation eines Standorts oder einer organisatorischen Einheit innerhalb eines Unternehmens. Es kann sich dabei um ein eigenes Werk oder einen externen Standort handeln und dient der Zuordnung und Abwicklung von logistischen, produktionstechnischen und beschaffungsbezogenen Prozessen.
  • Fabrikkalender: Der Schlüssel des Fabrikkalenders identifiziert den im Werk verwendeten Fabrikkalender. Dieser legt Arbeitstage, Wochenenden und Feiertage fest und dient als Grundlage für die Terminplanung sowie die Berechnung von Liefer-, Produktions- und Beschaffungszeiten.

Block Zahlungsverkehr

  • DTA-Meldeschlüssel: Der Meldeschlüssel für den Datenträgeraustausch steuert, ob bei Auslandszahlungen die Daten eines Zahlungsvorgangs im Rahmen der Bundesbankmeldung an die Bundesbank übermittelt werden. Ist kein Wert hinterlegt, wird die Einstellung automatisch aus den Stammdaten der verwendeten Hausbank übernommen.
  • Zahlungsempf.: Die Kontonummer des abweichenden Zahlungsempfängers legt fest, über welchen Lieferanten Zahlungen im automatischen Zahlungsverkehr abgewickelt werden sollen. Sie wird verwendet, wenn Zahlungen nicht an den eigentlichen Lieferanten erfolgen sollen, gegen den die Verbindlichkeit besteht. Die Einstellung gilt grundsätzlich für alle Buchungskreise, kann jedoch durch eine buchungskreisspezifische Angabe überschrieben werden.

Block Sozialversicherung

  • Sozial versichert: Das Kennzeichen „Registriert für Sozialversicherung“ gibt an, ob ein Lieferant in Argentinien sozialversichert bzw. bei der Sozialversicherung registriert ist. Diese Information wird für steuerliche Auswertungen und das gesetzliche Steuerberichtswesen benötigt.

Zusätzliche Blöcke: Auf die Blöcke Referenzdaten und Zusätzlicher Zahlungsvorgang wird nicht näher eingegangen.

Reiter Lieferant: Steuerdaten

Block Steuerdaten

  • Steuerart: Sie dient der steuerlichen Klassifizierung eines Unternehmens oder Geschäftspartners. Sie legt fest, welche steuerlichen Regelungen und Verfahren angewendet werden.
  • : Es kennzeichnet, ob ein Unternehmen oder Geschäftspartner der Umsatzsteuerpflicht unterliegt. Diese Information wird für die steuerliche Behandlung und die korrekte Berechnung von Umsatzsteuern verwendet.

Block Zuständiges Finanzamt

  • Zuständiges Finanzamt: Die Kontonummer des zuständigen Finanzamtes verweist auf den Kreditorenstammsatz des für den Lieferanten zuständigen Finanzamtes. Dadurch können steuerrelevante Vorgänge und Meldungen dem jeweiligen Finanzamt eindeutig zugeordnet werden.

Zusätzliche Blöcke: Auf die Blöcke Zusätzliche Steuerdaten, Steuerrechnung Korea und Steuerrechnung Brazil wird nicht näher eingegangen.

 

Kommen wir nun zu den spezifischen Einkaufsdaten. Diese enthalten die einkaufsrelevanten Stammdaten eines Lieferanten, wie Bestellabwicklung, Einkaufsorganisation, Zahlungs- und Lieferbedingungen sowie weitere Informationen für den Beschaffungsprozess.

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Block Einkaufsorganisation

  • EinkOrganisation: Sie ist eine organisatorische Einheit, die für die Beschaffung von Materialien und Dienstleistungen verantwortlich ist. Sie verhandelt Einkaufskonditionen mit Lieferanten und steuert den Einkauf für einen oder mehrere Buchungskreise bzw. Werke. Dabei kann sie zentral, firmenbezogen oder werksbezogen organisiert sein.

Reiter Einkaufsdaten

Block Konditionen

  • Bestellwährung: Sie gibt an, in welcher Währung Bestellungen bei einem Lieferanten abgewickelt werden. Sie dient als Standardwährung für Einkaufsbelege und wird bei der Bestellung automatisch vorgeschlagen.
  • Zahlungsbedingungen: Der Zahlungsbedingungsschlüssel definiert die Zahlungsbedingungen eines Lieferanten oder Kunden, beispielsweise Zahlungsfristen und Skontoregelungen. Er wird in Bestellungen, Aufträgen und Rechnungen verwendet und in der Regel automatisch aus dem Stammsatz übernommen. Dadurch steuert er die finanzielle Abwicklung von Geschäftsvorfängen.
  • Icoterms: Incoterms Teil 1 bezeichnet die verwendete Incoterms-Klausel (z. B. EXW, FCA, FOB oder DDP), die die Liefer- und Transportbedingungen zwischen Verkäufer und Käufer festlegt. Sie definiert insbesondere die Verantwortlichkeiten, Kosten und Risiken beim Warenversand. Weitere Ortsangaben können über den Incoterm-Ort ergänzt werden, z. B. FOB Hamburg.
  • ID für Incoterm-Ort 1 und Incoterms-Ort1; Die ID für Incoterm-Ort 1 gibt den Liefer-, Verlade- oder Bestimmungsort einer Incoterms-Vereinbarung an. Sie ergänzt die Incoterms-Klausel und definiert den Ort, bis zu dem der Verkäufer Transportkosten und Organisationsverantwortung trägt. Je nach Incoterm gehen an diesem Ort Kosten, Risiken und Verantwortlichkeiten vom Verkäufer auf den Käufer über.

Incoterms-Ort 1 ergänzt die gewählte Incoterms-Klausel um einen konkreten Liefer-, Verlade- oder Bestimmungsort. Er legt fest, an welchem Ort Kosten, Verantwortlichkeiten und gegebenenfalls Risiken vom Verkäufer auf den Käufer übergehen. Beispiele sind ein Verladehafen bei FOB oder ein Bestimmungsort bei CPT bzw. DDP, z. B. FOB Hamburg.

  • Mindestbestellwert: Er gibt den niedrigsten Bestellwert an, der bei einem Lieferanten erreicht werden sollte. Er dient als Richtwert für den Einkauf und unterstützt die wirtschaftliche Abwicklung von Bestellungen.

Block Verkaufsdaten

  • Verkäufer: Die zuständige Verkäuferin bzw. der zuständige Verkäufer beim Lieferanten ist der Ansprechpartner auf Lieferantenseite für Einkaufs- und Beschaffungsthemen. Der Name kann frei gepflegt werden und steht in keiner direkten Beziehung zu anderen Stammdatenobjekten im SAP-System.
  • Konto b. Lieferanten: Die Kontonummer beim Lieferanten ist die Kundennummer, unter der das eigene Unternehmen beim Lieferanten geführt wird. Sie dient der eindeutigen Identifikation des Unternehmens in der Geschäftsbeziehung und wird häufig in Bestellungen, Rechnungen und der Kommunikation mit dem Lieferanten verwendet.

Block Steuerungsdaten

  • ABC-Kennzeichen: Das ABC-Kennzeichen klassifiziert Lieferanten nach ihrer wirtschaftlichen Bedeutung im Rahmen der ABC-Analyse. Dabei werden Lieferanten beispielsweise in A-, B- oder C-Lieferanten eingeteilt, je nachdem, welchen Anteil sie am gesamten Einkaufsvolumen eines Unternehmens haben. Diese Einstufung unterstützt die Priorisierung und Steuerung von Lieferantenbeziehungen.
  • Versandbedingungen: Sie legen die allgemeine Versandstrategie für die Lieferung von Waren fest. Sie beeinflussen unter anderem die Ermittlung der Versandstelle und der Transportroute und werden im Kunden- oder Lieferantenstamm hinterlegt. Dadurch unterstützen sie eine effiziente und kundenorientierte Versandabwicklung.
  • WE- bez.RechnPrüfung: Das Kennzeichen für WE-bezogene Rechnungsprüfung legt fest, dass die Rechnungsprüfung auf Basis des Wareneingangs (WE) erfolgt. Dabei wird die Rechnung mit dem tatsächlich gebuchten Wareneingang verglichen, um Mengen- und Preisabweichungen zu prüfen und eine korrekte Rechnungsbearbeitung sicherzustellen.
  • Naturalrabatt gewähren: Das Kennzeichen „Naturalrabatt gewähren“ gibt an, ob ein Lieferant innerhalb einer Einkaufsorganisation Naturalrabatte (zusätzliche kostenlose Mengen statt Preisnachlässe) gewähren kann. Ist das Kennzeichen nicht gesetzt, wird für die Materialien dieses Lieferanten keine Naturalrabattfindung durchgeführt.

Block Zusätzliche Steuerungsdaten

  • PROCAT-Steuerungsprofil: Das Profil für die Übermittlung von Materialdaten über IDoc PROACT definiert, wie Bestands- und Abverkaufsdaten an einen Empfänger übertragen werden. Es legt fest, welche Materialien, welche Daten und auf welche Weise die Informationen für den Versand über das IDoc PROACT ermittelt und bereitgestellt werden.
  • RechnPrüfung: Das Kennzeichen für leistungsbezogene Rechnungsprüfung legt fest, dass die Rechnungsprüfung anhand der tatsächlich erbrachten Leistungen erfolgt. Dabei können die erfassten Leistungs- und Bestellmengen sowie -werte geprüft und innerhalb definierter Toleranzen angepasst werden. Dies ermöglicht eine genaue Abrechnung und Nachverfolgung von Dienstleistungen und Leistungen.
  • Nachträgliche Abrechnung: Das Kennzeichen „Lieferant ist relevant für nachträgliche Abrechnung“ gibt an, dass mit diesem Lieferanten nachträgliche Abrechnungen von Konditionen (z. B. Boni, Rabatte oder Vergütungen) durchgeführt werden können. Es wird gesetzt, wenn entsprechende Vereinbarungen mit dem Lieferanten bestehen.
  • Bestätigungspflicht: Die Auftragsbestätigungspflicht legt fest, ob ein Einkaufsbeleg, beispielsweise eine Bestellung oder ein Rahmenvertrag, vom Lieferanten bestätigt werden muss. Dadurch wird sichergestellt, dass der Lieferant den Auftrag erhalten und dessen Ausführung verbindlich zugesagt hat.

Block Vorschlagswert Material

  • Einkäufergruppe: Sie bezeichnet einen Einkäufer oder eine Gruppe von Einkäufern, die für bestimmte Beschaffungsaufgaben verantwortlich sind. Sie ist intern für den Einkauf bestimmter Materialien zuständig und dient extern als Ansprechpartner für Lieferanten. Dadurch können Einkaufsaktivitäten und Verantwortlichkeiten klar zugeordnet werden
  • Planlieferzeit: Sie gibt in Tagen an, wie viele Kalendertage ein Lieferant durchschnittlich benötigt, um ein Material oder eine Leistung bereitzustellen. Sie wird für die Beschaffungs- und Terminplanung verwendet und kann bei mehreren Lieferanten oder unterschiedlichen Lieferzeiten als Durchschnittswert hinterlegt werden.
  • Rundungsprofil: Es steuert, wie das System Bestellmengen auf vorgegebene Liefer- oder Verpackungseinheiten anpasst. Dabei werden Bedarfsmengen nach definierten Regeln auf- oder auf die nächste zulässige Einheit gerundet, um wirtschaftliche und logistische Vorgaben bei der Beschaffung zu berücksichtigen.

Block Zusätzliche Einkaufsdaten

  • Schemagruppe Lieferant: Die Gruppe für Kalkulationsschema (Lieferant) steuert, welches Kalkulationsschema für einen Lieferanten verwendet wird. Dadurch wird festgelegt, welche Konditionen, Preise, Rabatte oder Zuschläge in Einkaufsbelegen angewendet werden. So können unterschiedliche Preisfindungsregeln je nach Lieferanten oder Einkaufsorganisation genutzt werden.
  • Automatische Bestellung: Das Kennzeichen „Automatische Bestellung erlaubt“ legt fest, dass aus Bestellanforderungen automatisch Bestellungen für den Lieferanten erzeugt werden können. Voraussetzung ist, dass der Lieferant als Bezugsquelle hinterlegt ist und die entsprechenden Einstellungen für die automatische Bestellerzeugung im Materialstamm bzw. Customizing aktiviert sind.
  • Preisdatumssteuerung: Die Steuerung Preisfindungsdatum legt fest, welches Datum das System für die Preisermittlung in Einkaufsbelegen verwendet. Je nach Einstellung kann beispielsweise das Bestell-, Liefer-, Wareneingangs- oder ein manuell eingegebenes Datum für die Preisfindung herangezogen werden. Dadurch wird gesteuert, welche Konditionen und Preise bei der Bewertung einer Bestellung gelten.
  • BestätSteuerung: Der Bestätigungssteuerschlüssel legt fest, welche Bestätigungen für eine Bestellposition vom Lieferanten erwartet werden, beispielsweise eine Auftragsbestätigung oder ein Lieferavis. Er steuert den Bestätigungsprozess im Einkauf und unterstützt die Überwachung von Lieferzusagen und Lieferterminen.

Auf den Block Zusätzliche Servicedaten wird nicht näher eingegangen

Reiter Partnerrollen

Block Partnerrollen

  • PR: Die Partnerrolle ist eine Kurzbezeichnung, die die Funktion eines Geschäftspartners im Prozess kennzeichnet. Sie dient der eindeutigen Zuordnung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten, beispielsweise als Auftraggeber, Warenempfänger oder Rechnungsempfänger. Ein Beispiel ist „WE“ für den Warenempfänger.
  • Nummer: Die Partnernummer für Kreditoren ist die eindeutige Identifikationsnummer eines Lieferanten bzw. Kreditors. Sie dient der Zuordnung des Geschäftspartners zu einer bestimmten Partnerrolle und ermöglicht die eindeutige Verarbeitung von Einkaufs-, Rechnungs- und Zahlungsprozessen im SAP-System.
  • Def: Der Defaultpartner kennzeichnet einen Geschäftspartner als Standardvorschlag für eine bestimmte Partnerrolle. Sind mehrere Partner für dieselbe Rolle hinterlegt, wird der Defaultpartner bei der Verkaufs- oder Einkaufsabwicklung automatisch als erste Auswahl vorgeschlagen. Dadurch wird die Auswahl des bevorzugten Partners vereinfacht und beschleunigt.

Reiter Lieferantenteilsortimente

Block Lieferantenteilsortimente

  • LTS: Das Lieferantenteilsortiment dient zur Unterteilung des Produktsortiments eines Lieferanten in verschiedene Bereiche. Für jedes Teilsortiment können eigene Stammdaten, Konditionen, Partnerrollen sowie abweichende Einkaufsdaten, wie Bestelladressen oder Zahlungsbedingungen, gepflegt werden. Dadurch lassen sich unterschiedliche Beschaffungsprozesse innerhalb eines Lieferanten gezielt steuern.
  • Werk: Das Werk ist ein eindeutiger Schlüssel zur Identifikation eines Standorts oder einer organisatorischen Einheit eines Unternehmens. Es bildet die Grundlage für die Planung und Abwicklung von Beschaffungs-, Produktions-, Lager- und Logistikprozessen im SAP-System.

Reiter Status

Block Status

  • Löschvormerkung f.EinkOrg.: Die Löschvormerkung für Lieferant auf Einkaufsebene kennzeichnet einen Lieferantenstammsatz zur Löschung im Einkauf. Der Datensatz wird dadurch als löschrelevant markiert, die tatsächliche Löschung erfolgt jedoch erst nach einer entsprechenden Prüfung und Verarbeitung im System.

Sonstige Reiter

Die Reiter Einzelhandelsattribute, Austauschbarkeit, Lieferant: Texte und Lieferregion werden im Folgenden nicht näher betrachtet.

FLVN00 Lieferant (Finanzbuchhaltung

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Die Grunddaten sind identisch mit denen des Debitors. Ergänzend werden hier die buchungskreisspezifischen Daten der Finanzbuchhaltung gepflegt

Block Buchungskreis

  • Buchungskreis: Eindeutiger Schlüssel zur Identifikation einer rechtlich selbstständigen Buchhaltungseinheit innerhalb eines Unternehmens. In einem Buchungskreis werden alle Geschäftsvorfälle für die externe Rechnungslegung erfasst.
  • Debitor: Eindeutiger alphanumerischer Schlüssel zur Identifikation eines Kunden (Debitors) im SAP-System.
  • Lieferant: Die Kontonummer des Lieferanten bzw. Kreditors ist ein eindeutiger alphanumerischer Schlüssel zur Identifikation eines Lieferanten / Kreditors im SAP-System.

Reiter  Kreditor: Kontoführung

Block Kontoführung

  • Abstimmkonto: Das Abstimmkonto in der Hauptbuchhaltung ist das Konto, das bei Standardbuchungen automatisch parallel zum Konto der Nebenbuchhaltung fortgeschrieben wird. Bei besonderen Buchungen, wie Anzahlungen oder Wechseln, wird es anhand des Sonderhauptbuch-Kennzeichens durch ein entsprechendes Ersatzkonto ersetzt.
  • SortierSchlüssel: Der Schlüssel für die Sortierung nach Zuordnungsnummern legt fest, nach welcher Regel das Feld Zuordnung in einer Belegposition automatisch gefüllt wird. Dadurch wird die Standardsortierung von Einzelposten gesteuert und kontenspezifisch festgelegt.

Block Verzinsung

  • Zinskennzeichen: Das Verzinsungskennzeichen legt fest, ob ein Konto an der automatischen Verzinsung teilnimmt und welche Verzinsungsregeln dabei angewendet werden.
  • Zinsungsrythmus: Er legt fest, in welchem zeitlichen Abstand die Verzinsung eines Kontos erfolgt. Die Angabe erfolgt in Monaten.

Block Quellensteuer

  • : Das Quellensteuerkennzeichen kennzeichnet die Steuerkategorie für die Quellensteuer und legt fest, wie diese bei der steuerlichen Meldung an die Finanzbehörden berücksichtigt wird. Es enthält unter anderem Informationen zum Steuersatz und weiteren steuerrelevanten Eigenschaften.
  • Quellensteuerland: Der Quellensteuerländerschlüssel gibt das Land an, das für die Berechnung oder das Reporting der Quellensteuer herangezogen wird. Er kann vom in der Adresse hinterlegten Länderschlüssel abweichen, wenn dies durch länderspezifische steuerliche Anforderungen erforderlich ist.
  • Quellensteuerklasse: Die Quellensteuerklasse eines Kreditors klassifiziert den Zahlungsempfänger für Zwecke der Quellensteuer und wird für länderspezifische steuerliche Meldungen verwendet, beispielsweise für das 1042-Reporting in den USA oder das I.R.P.F.-Reporting in Spanien.

Block Referenzdaten

  • Alte Kontonummer: Die alte Stammsatznummer dient zur Hinterlegung der früheren Debitoren- oder Kreditorennummer, wenn diese im Rahmen der Einführung des FI-Systems neu vergeben wurde. Dadurch bleibt die Zuordnung zu den Altdaten erhalten.

Reiter Kreditor: Zahlungsverkehr

Block Zahlungsdaten

  • Zahlungsbedingungen: Der Zahlungsbedingungsschlüssel definiert die Zahlungsbedingungen eines Geschäftsvorfalls, insbesondere Zahlungsfristen und mögliche Skontosätze. Er wird in Aufträgen, Bestellungen und Rechnungen verwendet und dient als Grundlage für Finanzdisposition, Mahnwesen und Zahlungsverkehr.
  • Toleranzgruppe: Die Toleranzgruppe für den Geschäftspartner bzw. das Sachkonto definiert die zulässigen Abweichungen bei Zahlungen, beispielsweise für Skontogewährung und Zahlungsdifferenzen. Die Einstellungen gelten buchungskreisbezogen und werden bei der Verarbeitung von Zahlungsvorgängen berücksichtigt.
  • dopp.Rechnung: Der Prüfungsvermerk für doppelte Rechnungen bzw. Gutschriften aktiviert die Prüfung auf bereits erfasste Rechnungen oder Gutschriften. Dadurch können doppelte Buchungen erkannt und vermieden werden, indem relevante Belegdaten wie Kreditor, Betrag, Währung, Buchungskreis, Belegdatum und Referenznummer miteinander verglichen werden.

Block Automatischer Zahlungsverkehr

  • Zahlwege: Die Liste der Zahlwege, die zu berücksichtigen sind, legt fest, welche Zahlwege im automatischen Zahlungsverkehr für einen Geschäftspartner verwendet werden dürfen. Ist im zu zahlenden Posten kein Zahlweg angegeben, greift das System auf diese Vorgaben zurück; eine im Beleg hinterlegte Angabe hat jedoch Vorrang.
  • Hausbank: Der Kurzschlüssel für eine Hausbank dient der eindeutigen Identifikation einer Hausbank. Über diesen Schlüssel werden alle zugehörigen Bankdaten für den Zahlungsverkehr automatisch ermittelt.
  • Zahlungssperre: Der Sperrschlüssel für Zahlungen dient dazu, offene Posten oder Geschäftspartnerkonten für den Zahlungsverkehr zu sperren. Dadurch können Zahlungen im automatischen oder manuellen Zahlungsverkehr gezielt verhindert, eingeschränkt oder zur Freigabe zurückgestellt werden.
  • Zahlungsempf.: Die Kontonummer des abweichenden Zahlungsempfängers gibt den Lieferanten an, über den der automatische Zahlungsverkehr abgewickelt werden soll, wenn Zahlungen nicht an den eigentlichen Kreditor erfolgen. Eine buchungskreisbezogene Angabe hat dabei Vorrang vor einer allgemein hinterlegten Regelung.
  • Mit Debitor: Das Kennzeichen „Verrechnung zwischen Debitor und Kreditor“ ermöglicht die automatische Verrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen einem Debitor und Kreditor desselben Geschäftspartners. Zudem werden bei manuellen Ausgleichsvorgängen sowie im Mahnwesen die offenen Posten des jeweils zugeordneten Debitoren- bzw. Kreditorenkontos berücksichtigt.
  • Zahlungsavis per EDI: Das Kennzeichen „Zahlungsavise per EDI versenden“ steuert, dass sämtliche Zahlungsavisinformationen an den Geschäftspartner elektronisch über den EDI-Datenaustausch (Electronic Data Interchange) übermittelt werden.

Block Zusätzliche Daten autom. Zahlungsverkehr

  • Zahlungsavis per XML send.: Das Kennzeichen „Zahlungsavise per XML versenden“ steuert, dass sämtliche Zahlungsavisinformationen an den Geschäftspartner im XML-Format elektronisch übermittelt werden. Dadurch erfolgt der Versand von Zahlungsavisen standardisiert und automatisiert über XML-Nachrichten.
  • ZE im Beleg: Das Kennzeichen „Abweichender Zahlungsempfänger über Kontonummer“ zeigt an, dass für den Kreditor abweichende Zahlungsempfänger hinterlegt sind, die bei der Belegerfassung verwendet werden können. Das Kennzeichen wird automatisch vom System gesetzt, sobald entsprechende Zahlungsempfänger gepflegt wurden.

Block Rechnungsprüfung

  • Toleranzgruppe: Die Toleranzgruppe Rechnungsprüfung definiert lieferantenspezifische Toleranzen für die Rechnungsprüfung. Sie legt fest, welche Abweichungen zwischen Soll- und Istwerten einer Rechnung akzeptiert werden und ob Rechnungen automatisch gekürzt werden dürfen. Die Einstellungen gelten buchungskreisbezogen und werden in der Logistik-Rechnungsprüfung berücksichtigt.

Block Zusätzliche Rechnungsprüfungsdaten

  • : Die Relevanz Vorabzahlung (Lieferantenstamm) legt fest, ob und unter welchen Voraussetzungen Rechnungen eines Lieferanten für eine Vorabzahlung berücksichtigt werden. Dabei kann definiert werden, dass Vorabzahlungen ausgeschlossen, automatisch vorgesehen, erst nach Wareneingang ermöglicht oder nur manuell angestoßen werden.

Block Retail – Rechnungsprüfung

  • Zuordnungstestgruppe: Sie definiert Einstellungen für den automatisierten Zuordnungstest von Rechnungen. Über sie werden beispielsweise Parameter wie der Zeitpunkt des ersten Zuordnungsversuchs nach der Rechnungserfassung oder weitere Regeln für den Abgleich von Rechnungen festgelegt.

Reiter Kreditor: Korrespondenz

Block Mahndaten

  • Mahnverfahren: Es ist der Schlüssel zur Festlegung der Regeln und Stufen des Mahnprozesses für einen Geschäftspartner. Es bestimmt, wann und in welcher Form Mahnungen bei überfälligen offenen Posten erstellt werden
  • Mahnsperre: Sie ist ein Schlüssel, der den Grund für die Sperrung eines Geschäftspartners oder offenen Postens im Mahnverfahren angibt. Während der Mahnsperre werden die betroffenen Posten bei der Erstellung von Mahnungen nicht berücksichtigt.
  • Mahnstufe: Sie gibt an, wie oft ein offener Posten oder ein Geschäftspartner bereits gemahnt wurde. Sie wird automatisch durch das Mahnprogramm im Rahmen des letzten Mahnlaufs vergeben und bestimmt den aktuellen Stand des Mahnverfahrens.
  • Mahnung: Der Sachbearbeiter Mahnen ist das Kürzel des für das Mahnwesen zuständigen Sachbearbeiters. Anhand dieses Kürzels wird der Name ermittelt, der auf den Mahnschreiben ausgegeben wird. Ist kein Mahnsachbearbeiter hinterlegt, wird standardmäßig der Sachbearbeiter aus der Buchhaltung verwendet.

Block Korrespondenz

  • – Kürzel: Das Kürzel des Buchhaltungssachbearbeiters dient zur Identifikation des zuständigen Sachbearbeiters in der Buchhaltung. Der hinterlegte Name wird unter anderem im Zahlungsprogramm, in der Korrespondenz sowie in Auswertungen wie Offene-Posten-Listen verwendet.
  • Konto b. Kreditor: Unsere Kontonummer beim Kreditor gibt die Kontonummer an, unter der das eigene Unternehmen beim jeweiligen Kreditor bzw. Lieferanten geführt wird. Sie dient der eindeutigen Zuordnung des Unternehmens in den Unterlagen und Systemen des Geschäftspartners.

Reiter Kreditor: Quellensteuer

Block Quellensteuertypen

  • Typ: Das Kennzeichen für den Quellensteuertyp dient der Klassifizierung von Quellensteuern und definiert grundlegende Eigenschaften wie den Zeitpunkt der Buchung, die Berechnungsgrundlage sowie mögliche Akkumulierungsregeln. Im Gegensatz zum Quellensteuerkennzeichen legt der Quellensteuertyp die fachlichen Merkmale der Quellensteuer fest und ermöglicht die Abbildung mehrerer unterschiedlicher Quellensteuerarten innerhalb eines Geschäftsvorfalls.
  • Kz.: Das Quellensteuerkennzeichen legt die konkrete Ausprägung eines Quellensteuertyps fest, beispielsweise den anzuwendenden Steuersatz. Pro Quellensteuertyp kann einem Geschäftsvorfall jeweils nur ein Quellensteuerkennzeichen zugeordnet werden; mehrere gleichzeitig geltende Quellensteuern werden über unterschiedliche Quellensteuertypen abgebildet.
  • Pflicht: Das Kennzeichen „quellensteuerpflichtig“ legt fest, ob ein Geschäftspartner der Quellensteuer unterliegt. Ist das Kennzeichen gesetzt, werden bei relevanten Geschäftsvorfällen die hinterlegten Quellensteuertypen und Quellensteuerkennzeichen für die Berechnung und Verarbeitung der Quellensteuer berücksichtigt.
  • KI: Die Quellensteuerklasse eines Kreditors dient der Klassifizierung von Kreditoren nach bestimmten steuerlichen Merkmalen, beispielsweise Berufsgruppen oder Empfängerkategorien. Dadurch können innerhalb eines Quellensteuertyps unterschiedliche Quellensteuerkennzeichen und Steuersätze angewendet werden. In länderspezifischen Verfahren kann die Quellensteuerklasse zudem für steuerliche Meldungen und die Erstellung von Quellensteuerzertifikaten verwendet werden, beispielsweise in Thailand zur Bestimmung der fortlaufenden Nummerierung von Quellensteuerbescheinigungen.
  • ID: Die Quellensteueridentifikationsnummer ist eine von den Steuerbehörden vergebene Identifikationsnummer für einen bestimmten Quellensteuertyp. Sie wird in den Quellensteuerdaten des Buchungskreises sowie in den Debitoren- oder Kreditorenstammdaten hinterlegt und dient der eindeutigen steuerlichen Zuordnung.
  • Befreiungsnummer: Die Nummer des Befreiungszertifikats ist eine von der zuständigen Behörde vergebene Identifikationsnummer für die Befreiung von der Quellensteuer. Sie wird in den Kreditoren- oder Debitorendaten hinterlegt und dient als Nachweis, dass für den Geschäftspartner eine Quellensteuerbefreiung vorliegt.
  • Befr%: Der Befreiungssatz (Befr. %) gibt den prozentualen Anteil an, der von der Quellensteuer befreit ist. Er wird bei der Verarbeitung von Quellensteuerdaten berücksichtigt und kann insbesondere im Batch-Input-Verfahren zur automatisierten Steuerberechnung verwendet werden.
  • Grunf: Der Befreiungsgrund ist ein Kennzeichen zur Klassifizierung von Befreiungen von der Quellensteuer. Er wird je Quellensteuertyp im Lieferantenstammsatz hinterlegt und dient der Dokumentation und steuerlichen Begründung einer Quellensteuerbefreiung.

Reiter Lieferant: Status

Block Buchungsspere

  • Buchungskreis: Die Buchungssperre für den Buchungskreis kennzeichnet ein Konto als für Buchungen gesperrt. Ist die Sperre aktiv, können in diesem Buchungskreis keine Buchungen auf das Konto vorgenommen werden; entsprechende Buchungsversuche werden vom System mit einer Fehlermeldung abgewiesen.

Block Löschsperren

  • LöschSp. BuKr.: Die Löschsperre für den Stammsatz (Buchungskreisebene) verhindert, dass die buchungskreisspezifischen Daten eines Stammsatzes gelöscht werden. Ist die Sperre gesetzt, können zudem die zugehörigen allgemeinen Stammdaten ebenfalls nicht gelöscht werden.
  • Löschvorm. BuKr: Die Löschvormerkung für den Stammsatz (Buchungskreisebene) kennzeichnet die buchungskreisspezifischen Stammdaten zur späteren Löschung. Die tatsächliche Löschung erfolgt im Rahmen der Archivierung von Debitoren- oder Kreditorenstammsätzen und nur dann, wenn keine abhängigen Daten mehr vorhanden sind.

Beim Reiter Lieferant: Texte wird in der Regel nichts gepflegt.